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Coupe de France de Longue Distance 1995
23 September 1995

Venue: Sedan F
Organizer: Michel Dufayard

Info:
Schon zum viertenmal fand die “Coupe de France de Distance” im Heimterritorium des Weitwurf-Rekordhalters Michel Dufayard statt, dieses Jahr erstmals ergänzt durch die Disziplinen Aussie-Round, Accuracy, Trickcatch, Fast-Catch und (neu) Trickcatch mit Accuracy, die alle am Sonntag ausgetragen wurden. MTA gab’s nicht, da Michel eine persönliche Abneigung gegen diese Disziplin pflegt. Einmal bei viel Wind hat er eine Banane in die Luft geworfen: 3s Flugzeit...

Tibor und ich trafen am Samstag so gegen Elf am Wurfplatz ein und sahen, dass wir nicht die einzigen Werfer aus der Schweiz waren: Jürg Schedler kam aus seinem Zelt gekrochen, er war schon am Freitag Abend angekommen.

Also auf zum Einwerfen. Es war bereits offensichtlich, dass heute nicht die Traumweiten geworfen werden würden, denn es war windstill... Trotzdem bangte ich um meinen Rekord, weil Tibi zuhause mit einer Quirl-Variante aus 3mm GFK bei wenig Wind bereits 125 m gemessene Meter geworfen hatte. Dieses Gerät würde er auch hier verwenden. Jürg hatte einen Challenger III von David Hesse, gebaut von Volker Behrens, mit dem er aber beim Einwerfen nicht zurecht zu kommen schien. Tibi gab ihm einen Miniathlon (GFK 3mm), eine kleine und sehr gute Form von Winfried Gorny, die er (und ich) gerne zum Distance-Einwerfen verwendet, Weite ca 85m. Er gewichtete ihn mit zuzsätzlichen 3g Blei, um die Rückkehr sicherzustellen. Ich hatte ein sicheres 100m-Gerät für Windstille, ein Challenger aus 4mm GFK mit Gesamtgewicht gegen 160g.

Beim Wahl des Abwurfpunkts gab es die ersten Diskussionen. DuF wollte ihn ca 30m vor dem nahegelegenen Wäldchen festsetzten, was meiner Ansicht nach viel zu wenig war, da die Geräte teilweise noch zu Mätzchen hinter der Abwurflinie tendieren. Zuhause schaue ich jeweils, dass hinter mir bis zu 200m freie Bahn sind, und auch die habe ich nach Fehlwürfen schon ausgeschöpft. Auch Tibi war für mehr Abstand, allzu weit wollte DuF die Abwurflinie aber nicht vorverlegen, weil eine Kuherde in Wurfrichtung graste. Schliesslich hatten wir ca 50m Reserve bis zum Wäldchen.

Zum Turnier: Es gab 2 Serien à 4 Würfen. Während der ersten Serie war es praktisch windstill, ich hatte drei gültige Würfe, einer davon über 100m. Tibi hatte Pech und versiebte seinen allerersten Wurf derart, dass der Quirl in die Baumwipfel des erwähnten Wäldchens krachte. Nach der ersten Wurfserie konnte ich beim Suchen helfen und fand ihn prompt. In der zweiten Serie gab es ein kleinwenig mehr Wind, und ich wurde noch von 2 Werfern überholt. Tibi kam noch auf 99.5m und Jürg erreichte sensationelle 97.2m mit dem kleinen GFK-Teil ! Soviel zu Distance. Die Organisation war weniger straff als letztes Jahr. Vor allem die Spotter waren zuwenig zum Messen motiviert, worunter die Genauigkeit der Weiten litt. Fehler von 5m waren nicht ausgeschlossen.

Am Sonntag folgten dann die anderen Disziplinen. Nachteilig war, dass der Wind immer stärker wurde und am Nachmittag bereits Ziegelsteine zurückgekommen wären. Es war erstaunlich, wie einzelne Werfer trotz widriger Bedingungen gute Resultate erzielten. Yannick Charles beispielsweise erreichte im Trickfang 9 / 12.

Nach dem Genauigkeitswerfen verabschiedete sich Jürg (so gegen 1500 Uhr), auch Tibi und ich machten uns auf dem Heimweg, da vernünftige Resultate wegen dem stürmischen Wind nicht mehr möglich waren.

Auch am zweiten Tag war die Organisation harzig. Um 3 Uhr waren leider erst 3 von 5 Disziplinen geworfen. Auch aus Frankreich waren die Werfer teilweise von weither angereist. Schade war, dass der Wind am Samstag für grosse Weiten zu schwach war und am Sonntag viel zu stark.

be aggressive
Lorenz G.

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